Jakob Sprenger

Jakob Sprenger wurde am 24. Juli 1884 in Oberhausen geboren. Am 7. Mai 1945 beging er mit seiner Frau Selbstmord. Er war anfangs Postinspektor, engagierte sich aber bereits früh für die NSDAP. Von 1930 bis 1933 gehörte er dem Verwaltungsrat der Reichspost an. Sprenger war militanter Antisemit und wurde 1924 Gauleiter des NSDAP-Gaues Hessen-Nassau und1933 zugleich Reichsstatthalter in Hessen. 1935 übernahm er die unmittelbare Leitung der hessischen Landesregierung. Ferner wurde er 1939 Reichsverteidigungskommissar für den Wehrkreis XII. In der Sowjetischen Besatzungszone wurde die von ihm verfasste Schrift „Der Deutsche Beamte. Spielball der Parteien oder Vertrauensmann des Volkes?“ von 1932 auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt. Sein Vorsitz im RDB blieb Intermezzo. Sein Nachfolger nach wenigen Monaten bis Kriegsende wurde Hermann Neef.